BLOG

2021 führte ich hier einen Blog und gewann damit einen Klienten aus der Forschung, der bis heute mit mir arbeitet. Die Textproduktion hat inzwischen ein Ausmass angenommen, bei dem mir schwindlig wird. Warum zusätzliche Texte veröffentlichen? Für wen? Mit welchem Ziel? Warum ein weiterer Blog?
Weil das Schreiben die Wurzel  meiner Arbeit ist. Weil das Schreiben mein Beruf ist. Weil meine Klientel besser verstehen soll, woher ich komme, wie ich denke und womit sie rechnen kann. Mit meinem Blog will ich eine Tür öffnen, Einblick gewähren und eine Vertrauensbasis schaffen.

Die Arbeit am Profil

Warum ist mir die Arbeit am Profil so wichtig? Wozu dient die Arbeit am Profil?
Um meinen Fokus zu verstehen, hilft ein Blick in mein eigenes CV. Ich wusste sehr früh, was ich will: schreiben. Vom Schreiben konnte ich nicht leben, also jobbte ich, um mein Schreiben zu finanzieren. Ich musste immer wieder neu beginnen, mich immer wieder neu integrieren, immer wieder Neues lernen. Ich war agil, mobil und flexibel lange bevor die Begriffe Einzug ins Vokabular des Arbeitsmarktes hielten.
Mein für damalige Verhältnisse unkonventionelles Modell funktionierte bis vor zehn Jahren erstaunlich gut. Dann kam die Wende. Bildungssystem, Arbeitsmarkt und Recruitingprozesse veränderten sich rasant. Die Stellensuche wurde schwieriger, dauerte länger und kratzte am Selbstvertrauen. Woher ich komme und wer ich bin, konnte ich mit Photoshop nicht retuschieren. Woher ich komme und wer ich bin, musste ich neu erzählen und neu akzentuieren.
Daraus entstand 2019 das PROFIL-COACHING, ein Format für die rasche und klare Positionierung am Markt. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Arbeit am Profil unmittelbar wirkt, unabhängig davon, ob meine Klientin auf Jobsuche ist oder mein Klient am nächsten Auftritt arbeitet. Ein klares Profil stärkt und positioniert. Ein klares Profil trägt – in allen Lebenslagen.

Fokus Sprache

Als Informationslinguistin und Autorin verfüge ich nicht nur über eine solide sprachwissenschaftliche Grundlage – ich weiss, wie ich mit Sprache  arbeiten und sie als Führungsinstrument nutzen kann. Das ist für die Formulierung und Entwicklung neuer Perspektiven gleichermassen entscheidend. Wer sich und seine Gedanken in klare Worte fassen kann, gewinnt nicht nur Orientierung, sondern auch neuen Handlungsspielraum. Ich möchte das an einem konkreten Beispiel aus der Praxis veranschaulichen:
Seit fünf Jahren begleite und berate ich einen Klienten aus der Forschung. Wir arbeiten u. a. an der Sprache für seine Auftritte. Anhand weniger Anhaltspunkte seiner Karriere filterte ich vor fünf Jahren drei Profil-Punkte heraus, die uns seither als Leitplanke begleiten. In einem sogenannten «Journalisten-Interview» vor Ort vertieften wir unsere Arbeit am Profil und schälten mittels einer von mir entwickelten Reflexionsmethode ein Vokabular heraus, auf das mein Klient bis heute zugreifen kann, wenn es darum geht, neue Akzente zu setzen oder wichtige Entscheidungen zu treffen. Der Kern, das Fundament, der Motor unserer Arbeit bilden sein Werdegang und seine Sprache, die wir mit viel Sprachgefühl und meinem Sprachwissen stetig verfeinern und erweitern. Mein Klient hat nicht nur ein Gefühl dafür entwickelt, was ihn ausmacht – er hat ein Bewusstsein für sich und seine Sprache gewonnen, auf das er sich überall, jederzeit stützen kann.
Das PROFIL-COACHING ist gewissermassen die hoch verdichtete Version des beschriebenen Beispiels. Es baut auf der Erzählung von Erfolgsgeschichten, auf der genannten Reflexionsmethode und auf meiner Expertise in der Gestaltung von Übergängen.