Liselotte Breyer – Autorin & Coach

BLOG

Mit meinem Blog will ich meine Gedanken teilen, die in der Auseinandersetzung mit Arbeits- und Lebenswelten entstehen. Ich schreibe als Coach mit Schwerpunkt «Sprache und Persönlichkeit» und als Autorin, die Denken und Leben zur Sprache bringt. Meine Beiträge erscheinen in unregelmässigen Abständen.
#1 Das Profil-Coaching
#2 Meine Methodik
#3 Sprache & KI
#1 Das Profil-Coaching
Change-Prozesse können grosse Unsicherheit und Unzufriedenheit auslösen. Besonders ältere Arbeitnehmer:innen, die sich lange in vertrauten Strukturen bewegten, sind über den Wandel nicht immer erfreut und werden vom Tempo nicht selten überrollt. Ihre jüngeren Kolleg:innen sind schneller, resistenter und treten sehr selbstbewusst auf. Kommen dann noch die Wechseljahre, pubertierende Kinder und pflegebedürftige Eltern hinzu, steigen auch die Reizbarkeit und das Risiko einer Disbalance. Tempo, Druck und Mehrfachbelastungen mindern unsere Leistungsfähigkeit. Am Arbeitsplatz verlieren wir an Einfluss, Output und schliesslich auch an Selbstwert. Je nach Grösse des Betriebs, je nach Unternehmenskultur stehen unterstützende Angebote für New- und Outplacement zur Verfügung. In Kleinbetrieben fehlen diese Angebote jedoch oft, und es kommt rasch zu Mobbing und Krankschreibungen.
Auf diesem Hintergrund entwickelte ich das Profil-Coaching, um die berufliche Neuorientierung mit einem klaren Profil in einer Sprache, die sitzt zu starten. Meine Erfahrung der letzten fünf Jahre hat gezeigt: Die Arbeit am Profil stärkt nicht nur Ihren Auftritt – Sie können sich besser orientieren und jederzeit positionieren. Wenn wir das Profil-Coaching an den Anfang der Neuorientierung stellen, übernehmen wir damit nicht nur Selbstverantwortung, sondern leisten zudem einen entscheidenden Beitrag zur Burnout-Prävention. Darum will ich das Profil-Coaching nicht nur im Unternehmen, bei Arbeitsämtern und Outplacement-Firmen etablieren, sondern auch bei den Krankenversicherungen als Präventivmassnahme einführen.
#2 Meine Methodik
Im Rahmen meiner Ausbildung zur Dipl. Coach SCA/Betriebliche Mentorin mit eidg. Fachausweis und im Kontext meiner Erstausbildung als Informationslinguistin (Journalismus und Linguistik) wurde rasch klar, dass ich als Coach meinen Schwerpunkt auf die Verbindung von «Sprache und Persönlichkeit» legen würde. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung als Mitarbeitende im Change-Prozess und auch als Stellensuchende sollte mein Angebot dort ansetzen, wo wir unverkennbar und stark sind: beim Profil. So entstand das Profil-Coaching, das in nur drei Stunden zu einem klaren Profil führt, basierend auf dem CV, drei Tools und einer äusserst effektiven Reflexionsmethode. Dabei steht das Gespräch im Zentrum als Ort, wo Persönlichkeit Sprache wird. Unser Arbeitsmaterial sind Ihr CV und Ihre sprachlichen Äusserungen, die wir reflektieren, präzisieren und strukturieren. Mit dem Profil-Coaching habe ich meine ganz eigene Methode entwickelt, die mit FACTS & FIGURES, STORYTELLING und REFLEXION im Nu ein verblüffendes Resultat liefert (s. auch Testimonials).
#3 Sprache & KI
Lange bevor ich mich mit KI auseinanderzusetzen begann, schrieb ich den Satz «Die Sprache ist mein Medium». Was bedeutet das? Damit will ich auf zwei Dinge hinweisen: einmal auf mein sprachliches Fundament als Informationslinguistin und Autorin, dann auf die Sprache als Werkzeug zur Gestaltung unseres Denkens und Lebens.
Sprache auf «Kommunikation» oder «Bezeichnung» zu reduzieren, ist sehr kurzsichtig. Als Schreibende weiss ich, dass Sprache nicht nur abbildet und bezeichnet, sondern auch hervorbringt. Schreibend und sprechend geben wir unserem Denken eine Form und formen es zugleich weiter. Mit diesem Sprachverständnis blicke ich immer auch kritisch auf die Sprach-KI, weil ich das menschliche Sprachvermögen nicht nur linguistisch betrachte, sondern als natürlich wachsendes, untrennbar mit unserem Leben verbundenes Gut. Schreiben und Sprechen, aber auch Hören und Lesen sind sprachliche Prozesse. Sie auf Codes zu reduzieren und als Rechenleistung zu simulieren, ist meines Erachtens ein sehr beschränktes, ja, ein armseliges Verständnis von Sprache und vom menschlichen Leben. Darum behaupte ich, dass unser Sprachverständnis für eine sinnvolle Nutzung und Weiterentwicklung der Sprach-KI entscheidend ist.
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